Klassisch

Als klassischer Teppich wird ein neuer Orientteppich bezeichnet.
Die Musterung dieser Knüpfwerke wandelte sich von Tiermotiven hin
zu geometrischen Motiven und Pflanzenmotiven. Diese klassischen
feinen Teppiche zeichnen sich durch die hohe Knotenzahl von über
1 Millionen Knoten pro Quadratmeter aus. Hergestellt werden diese
Knüpfwerke aus natürlicher Seide und feiner Wolle,
die auch Korkwolle genannt wird.


Aus den Teppichdynastien des 16. und 17. Jahrhunderts sind
viele herausragende Knüpfwerke noch heute in Museen und
Privatsammlungen erhalten. Sie dienen nachfolgenden
Knüpfmeistern als Vorbild und Inspiration.

 

 

Miri

 

Seit 1820 betreibt die Familie ihren Teppichhandel, ursprünglich mit
alten und antiken Teppichen. 1988 dann, vor dem Hintergrund der
zunehmenden Kommerzialisierung, fasste die Familie den Entschluss,
das Alte und Echte der vielen Provenienzen Persiens zu bewahren und
gründete die Miri-Productions. Für die Familie Miri stand dabei von
vornherein fest: Miri Teppiche werden niemals Massenprodukte sein,
ihre Produktion wird immer limitiert bleiben.

Miri Knüpfwerke entstehen nach alten traditionellen Vorlagen,
ausgegraben in Museen und alten Zeichnungen nachempfunden.
Sie sind von allerhöchster Natürlichkeit und Qualität. Sie sind weltweit
hoch geachtet und extrem begehrt. BAGHERPUR besitzt die
Miri Generalvertretung für das gesamte Rhein-Main-Gebiet.

 

 

Feines und Seide

In früheren Zeiten beschäftigte der Adel eigene Hofmanufakturen,
in denen hochspezialisierte Handwerker besonders große Teppiche für die
Adelshäuser fertigten. Einige dieser ganz besonderen Knüpfwerke können
noch heute in Museen bewundert werden. Die hochfeine Seide der
Seidenteppiche erlaubt es den Knüpfern, ganz besonders detailreiche
Muster zu schaffen. Auch heute noch steht vor allem die feine Knüpfung,
das feinversponnene Wollgarn (auch Korkwolle genannt) und Seide als
Kett- und Flormaterial im Vordergrund. Reine Seidenteppiche zum Beispiel
aus Herikeseide oder Ghomseide sind ein absolutes Highlight, dass jeden
Wohnraum zum Wohlfühlraum macht.

 

 

Ghom-Seide

 

Typisch für Ghom-Teppiche ist die feine Ausführung mit Flor aus
Wolle oder Seide. Die persischen Knoten sind häufig dicht geknüpft.
Üblich sind Garten-, Medaillon- oder Figurenmuster mit Pflanzen-
und Tiermotiven. Manche Muster enthalten Seidendetails.
Die Teppichmuster stammen aus verschiedenen Gegenden Irans.
Ghom-Teppiche werden heute auch an anderen Orten gefertigt.
Auch reine Ghom-Seidenteppiche werden hergestellt.

 

 

Täbriz Fein

 

Die Qualität der Täbriz Knüpfwerke reicht von hervorragendem
Kunstgewerbe bis zu einfachen und billigen Basarprodukten.
Ein guter Täbriz hat einen recht kurzen Flor. Die Muster bestehen
meist aus Mittelmedaillon, umgeben von Gartenmotiven und Arabesken.
Ein weiteres beliebtes Motiv sind die vier Jahreszeiten, die das Leben
des Bauern im Frühling, Sommer, Herbst und Winter schildern.

Häufig werden auch antike Paläste und Ruinen abgebildet.
An den Ecken befinden sich häufig Bilder der vier großen persischen
Dichter: Sadi, Hafez, Ferdowsi und Omar Khajam.

 

 

Isfahan

 

Musterkomposition, Material und Ausführung gut gearbeiteter
Isfahan-Teppiche sind äußerst hochwertig. Sie sind dünn und häufig
extrem dicht geknüpft (Senneh-Knoten). Die Kette ist manchmal
aus Seidenfaden. Wolle und Farben sind ebenfalls von höchster Qualität.
Die Motive bestehen aus Medaillons mit Palmetten und Arabesken
(Schah Abbasi-Muster), aber auch Figurenmotive kommen vor.

 

 

Nain

Das Material und die Verarbeitung echter Nain Knüpfwerke ist
erstklassig. Die Knüpfdichte beträgt häufig mehr als 1 Millionen Knoten
pro Quadratmeter. Besonders exklusive Nains bestehen meist aus
Wolle auf Kettenfäden aus Seide. Auch im Flor und als Schussfaden
wird häufig Seide verwendet.

Üblich sind Muster mit einem Medaillon in der Mitte sowie mit
Arabesken und Blumenmotiven. Die Ähnlichkeit mit Isfahan-Teppichen
ist auffällig. Einer der selteneren Nain Teppiche auf dem Markt ist unter
dem Namen Nain Tuteshk bekannt. Diese Teppiche sind aufgrund ihrer
besonders feinen Handwerkskunst außerordentlich begehrt. Es gibt auch
Teppiche mit gleichen Mustern und Farben jedoch geringerer Qualität,
die unter dem Namen Nain verkauft werden.

 

 

Die Robusten

Diese Teppiche sind die ideale Wahl für den alltäglichen Gebrauch.
Sie sind äußerst strapazierfähig und robust. Sie werden also auch bei viel Belastung lange Freude an diesen nahezu unverwüstlichen Knüpfwerken haben.

 

 

Moud

Das Herati-Muster der Moud-Teppiche gibt es mit oder ohne
zentralem Medaillon. Die Teppiche sind oft in Moud Mahi und Moud Garden
eingeteilt. Moud Mahi ist beige mit hellroten oder blauen Tönen sowie einem sternförmigen Medaillon. Moud Garden ähnelt mit seinem stilisierten
Gartenmotiv den Bachthiar-Teppichen.

Es werden doppelte Schussfäden verwendet, die Ausführung ist oft
von guter Qualität. Beide Teppicharten enthalten manchmal Seide, um den
Glanz des Flors hervorzuheben. Weitere Teppiche aus diesem Gebiet
heißen Birdschand und Kaschmar.

 

 

Bidjar

Bidjar ist der Name einer kurdischen Kleinstadt im westlichen Iran.
Kurden-Teppiche sind meist sehr kräftig und kompakt geknüpft,
was sie verschleißfest macht. Knoten und Schussfäden werden mit
dem Kamm so zusammengedrückt, dass der Flor fast senkrecht nach
oben steht. Dadurch erhält man eine sehr kompakte Florfläche.
Sand und Steinchen können nicht so leicht in den Teppich dringen.
Antike Stücke sind mit dem sogenannten Türkischen Knoten
geknüpft und in der Regel rot, blau und beige.

Das üblichste Muster ist das Herati-Muster (auch Fischmuster genannt).
Medaillon- und Blumenmuster kommen ebenso vor. Bidjar-Teppiche
gibt es in den meisten Größen, von Saronim (150 x 100 cm) aufwärts.
Sie haben eine schlichte Eleganz und passen für die meisten Umgebungen.
Ihre Verschleißfestigkeit macht sie vor allem für öffentliche Räume geeignet.