Geschichte des Teppichs

 

5. Jahrhundert vor Christus

Der bisher älteste bekannte Knüpfteppich wird auf das 5. Jh. v. Chr. datiert.
Im Pazyryktal des sibirischen Altaigebirges fand man den Grabhügel eines Skythenfürsten. Durch das Eis konserviert, blieb ein prächtiger
dichtgeknüpfter Teppich fast vollständig erhalten.

Die Herkunft

Die Wiege des Knüpfteppichs ist in Zentralasien, genauer gesagt in
Turkestan. Mit den großen Wanderungen soll sich dieses Textilprodukt
westwärts nach Persien, in den Kaukasus und nach Anatolien
verbreitet haben. Ostwärts nach China und einige Zeit später in
südliche Richtung auch nach Indien.

Ende des 13. Jahrhunderts

Marco Polo schrieb: „ In der Türkei stellt man die edelsten Teppiche der
Welt her mit den schönsten Farben“. Als typisch orientalisches Produkt
erhielt der Teppich in der islamischen Welt eine tiefere Bedeutung
als „lebendiges“ Objekt, das für den Gebrauch bestimmt ist.
Im Vergleich zu anderen Kunstgegenständen hat der Teppich nur
ein verhältnismäßig kurzes Leben. Wir verstehen somit aber auch
leichter, warum antike Teppiche so selten sind.

16./17. Jahrhundert

Aus dieser Zeit sind überwiegend nur Fragmente erhalten geblieben.

17. Jahrhundert

In dieser Zeit entstanden die großen französischen Wirkteppiche
von Aubusson und der Savonnerie.

VOR DEM 18. Jahrhundert

Die Stücke aus dieser Zeit sind so selten, dass sie fast nur noch in
Museen und Sammlungen anzutreffen sind.

Vor 1860 bis 1870

Teppiche vor dieser Zeitspanne sind antike Teppiche. Es sind
traditionelle Stücke, die noch vor der Einführung der synthetischen Farbstoffe geschaffen wurden. Bis dahin gab es ausschließlich Naturfarbstoffe.

1860/1870 – 20. Jahrhundert

Diese Teppiche bezeichnet man als Semiantik oder alt. Es überwiegen
noch die traditionellen Merkmale und Farben, auch wenn Veränderungen
aufgrund neuer kommerzieller Bedürfnisse zu erkennen sind.

1860 bis 1870

 

Zu dieser Zeit entstanden die ersten Teppiche mit synthetischen Farben,
wie zum Beispiel Anilinfarben. Diese erwiesen sich allerdings als nicht lichtecht und als so schädlich für die Faser, dass sie 1890 auf den
Befehl des Schahs hin verboten wurden.

1920 bis 1930

Hier entstanden die modernen Teppiche, die sich besonders
den Erfordernissen des westlichen Marktes anpassten.
Darunter litten besonders die Qualität und die
traditionelle Mustergestaltung.

19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert

Im Teppichhandel finden sich somit viele alte und traditionelle Stücke,
die die Jahre naturgemäß am besten überdauert haben.